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Kampfmittelerkundung

Erkundung von Kampfmitteln

In Böden und Gewässern verborgene Kampfmittel können auch heute noch Leben gefährden. Sie können aus Zeiten der beiden Weltkriege und aus der bestimmungsgemäßen Nutzung des Geländes für u. a. militärische Zwecke stammen.

Kampfmittelfrei Bauen. Der Bauherr ist verantwortlich für die Kampfmittelfreiheit des Baugrundstückes. Er ist deshalb verpflichtet, regelgerechte Untersuchungen zur Belastung des Baubereichs mit Kampfmittel zu veranlassen. Die Durchführung von jeglichen Erkundungsarbeiten nach Kampfmitteln ist nur speziell geschulten und zugelassenen Fachunternehmen nach §7 Sprengstoffgesetz gestattet. Unternehmer dürfen die Bauarbeiten erst aufnehmen, wenn ihnen eine ordnungsgemäße Freigabe vorliegt. Der Planer hat die Pflicht, auf die Notwendigkeit einer Kampfmitteluntersuchung hinzuweisen.

Zertifizierung. Die BauGrund Süd ErdEnergie Management GmbH, ein Unternehmen der BauGrund Süd Gruppe, besitzt die Erlaubnis nach § 7 Sprengstoffgesetz und beschäftigt Befähigungsscheininhaber nach § 20 SprengG.
Unser fachtechnisches Aufsichtspersonal nach § 20 Sprengstoffgesetz ist berechtigt, eine Kampfmittel-Freigabe nach ATV DIN 18299 „Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art“ als Ergebnis der Kampfmittelräumung zu bestätigen.

Verfahren der Kampfmittelerkundung

Je nach Geländetypus bzw. örtliche Gegebenheiten werden unterschiedliche Methoden der Kampfmittelerkundung angewandt.

Oberflächensondierung. Bei der Oberflächensondierung werden Geländeabschnitte nach Munition und Bombenblindgänger untersucht und geräumt. Unser Fachpersonal führt computergestützte Sondierungen durch. Die gemessenen Daten werden per Computer erfasst. Die spezielle Software erstellt grafische Farbkarten und Objektlisten, Angaben zu den Lagekoordinaten, der ermittelten Tiefe sowie zum Volumen des gemessenen Störkörpers.
Diese hochpräzisen Messverfahren erlauben Aussagen zur Belastungseinschätzung des Geländes und dienen der Festlegung einer angepassten Räumtechnologie.

Tiefensondierung. Sollte eine Oberflächensondierung zum Beispiel aufgrund von Verunreinigungen, Rohrleitungen und anderen Störkörpern nicht die erforderlichen Ergebnisse liefern, kommen sogenannte Tiefensondierungen zur Anwendung. Auch werden Tiefensondierungen zur Freigabe von Verbauachsen, Pfahlgründungen oder Horizontalbohrungen eingesetzt.
Bei der Tiefensondierung wird eine Bohrung im sogenannten Schneckenbohrverfahren niedergebracht. Schlagende Bohrverfahren sind nicht zulässig.

Mit Kampfmitteln ist grundsätzlich bis in eine Tiefe von 8 m unterhalb der Geländeoberkante zu rechnen. Vorsicht, Bezugsebene ist aber die Geländeoberkante zum Zeitpunkt des Kriegsendes 1945. Spätere Aufschüttungen sind entsprechend zu berücksichtigen. Das Bohrloch wird mit einem Kunststoffrohr ausgebaut. So ist eine sichere Messung mit einer Sonde möglich. Anschließend erfolgt die Auswertung und Detektion von Anomalien am Computer.
Das Abteufen der Bohrungen wird von unseren Experten mit modernsten Bohrsystemen unter strenger Einhaltung der Sicherheitsstandards durchgeführt.

Bauaushubüberwachung. Kann die Kampfmittelfreiheit nicht mit geeigneten Maßnahmen (z. B. Oberflächensondierungen) im Vorfeld erreicht werden, so erfolgt die Kampfmittelsondierung baubegleitend. Diese Vorgehensweise ist insbesondere bei starken ferromagnetischen Störfeldern, wie zum Beispiel Bauwerke, Auffüllungen oder Leitungen erforderlich. Unsere Experten überwachen die Aushubarbeiten und leiten bei Munitionsfunden umgehend die erforderlichen Maßnahmen ein.

Prospekte

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