Maximale Energie auf minimalem Raum:
Wellrohrsonde für ein Privathaus mitten in Kempten
Die KTO engineering GmbH & Co. KG, mit Hauptsitz in Bad Grönenbach, und BauGrund Süd haben bereits mehrere Geothermie-Projekte gemeinsam realisiert und erfolgreich durchgeführt. Herr Jürgen Kellermann, Geschäftsführer und Fachplaner bei KTO, setzt auch privat auf diese effiziente Technologie. Daher plante er, eine bestehende Gas-Heizung in seinem Wohnhaus in der Innenstadt von Kempten umzurüsten und eine Geothermie-Heizung zu realisieren. Für ihn lagen die Vorteile auf der Hand: Geothermie bietet im Sommer wie im Winter konstant gleiche Temperaturen für einen effizienten energetischen Output. Eine Sonde zählt zum Grundstück und bedeutet somit eine Wertsteigerung der Immobilie. Über die Jahre gerechnet lohnt sich der Mehraufwand des Einbaus aufgrund der langen Lebensdauer einer Erdsonden-Anlage. Ebenso ist eine Nachrüstung zur Kühlung für den Sommer gegeben.
Platzmangel und Vorschriften: Die Herausforderung in Kempten
Gute geologische Voraussetzungen waren gegeben, doch aufgrund der anspruchsvollen wasserrechtlichen Situation sind in Kempten die Bohrtiefen auf maximal 75 Meter begrenzt. Je tiefer eine Sonde eingebaut wird, desto effizienter ist der energetische Output – diese Option schied hier jedoch aus. Ebenso konnte der Output nicht durch eine größere Anzahl an Sonden ausgeglichen werden, da die Platzverhältnisse auf dem Privatgrundstück – wie so oft in Innenstädten – extrem eingeschränkt sind. Für maximal drei Sonden ist Platz. Die Kombination aus Bohrtiefenbegrenzung und der limitierten Sondenanzahl hätte in Bezug auf einen effizienten Output ein Problem darstellen können. Doch als Fachplaner weiß Herr Kellermann genau, wie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu realisieren ist.
Wellrohrsonden als smarte Lösung bei geringen Bohrtiefen
Hier fand BauGrund Süd die ideale Lösung: Eingesetzt wurden zwei sogenannte Wellrohrsonden in jeweils 75 Metern Tiefe. Wellrohrsonden bieten aufgrund ihrer gewellten Bauform ein höheres Volumen, eine größere Oberfläche und somit eine bessere Wärmeübertragung als herkömmliche Sonden. Damit gleichen sie Wärmeverluste bei begrenzten Bohrtiefen gut aus.
Geothermie im Eigenheim: Effizienz trifft auf Wertsteigerung
Neben der Wertsteigerung der Immobilie standen vor allem auch ökologische Gesichtspunkte im Vordergrund, wie z. B. CO2-Einsparung, kein Verbrauch fossiler Brennstoffe. Und mit einer zusätzlichen PV-Anlage funktioniert die Heizung und Warmwasserbereitung auch im Winter bei Sonnenschein autark. Die Anlage läuft seit Oktober 2025 und die JAZ liegen in einem sehr guten Bereich von 4,4 - 4,5. Die vom Platz her noch mögliche dritte Sonde dient lediglich als Ersatz. BauGrund Süd zeigte, dass mit entsprechender Expertise bei jedem potenziell möglichen Projekt eine optimale Lösung realisiert werden kann.
Auch knifflige Verhältnisse, zum Beispiel in Bezug auf bestehende Leitungen, waren für die Bad Wurzacher kein Hinderungsgrund: Die Bohrungen in Kempten wurden innerhalb von zwei Tagen in Millimeterarbeit auf einem sehr schmalen Streifen zwischen Gebäude und Straße abgeteuft und die Erdsondenleitungen unter den bestehenden Strom-, Gas- und Kanalleitungen durchgeführt. Hierbei mussten die Versorgungsleitungen des Gebäudes (Wasser, Strom und Gas) mit der Soleleitung gekreuzt werden.
Entsprechend einer Regelung in Bayern überwachte ein privater Sachverständiger die Bohrarbeiten. Die Anschlussarbeiten im Außenbereich wurden trotz der beengten Platzverhältnisse und Leitungsquerungen an einem Tag erledigt, so dass das Heizungsbauunternehmen Alois Müller die Wärmepumpe von Weishaupt installieren konnte.
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