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BauGrund Süd Expertise für riesiges Hochwasserschutzprojekt in Burgau

Vom Weltcup zur Geothermie: Markus Wasmeier zeigt, wie nachhaltige Technik auch an sensiblen Standorten funktioniert.

Markus Wasmeier: Ex-Ski-Rennläufer, Weltmeister und Olympiasieger ist heute Museumsbetreiber und Geothermie-Fan

Wer in den späten 1980ern und frühen 1990ern vor dem Fernseher saß, dem ist „Wasi“ sicher ein Begriff. Eine ganze Nation fieberte mit Markus Wasmeier 1985 seinem Weltmeistertitel im Riesenslalom und 1994 seinen beiden Olympiasiegen im Super-G und Riesenslalom bei den Olympischen Winterspielen in Lillehammer entgegen.
Heute ist Markus Wasmeier Betreiber des Schlierseer Freilichtmuseums und – das ist sicher den wenigsten bekannt – absoluter Fan von Geothermie. Der Erhalt von Tradition und Brauchtum und der Einsatz innovativer Technik sind für den ehemaligen Spitzensportler kein Widerspruch.
Nach seiner Sportlerkarriere verwirklichte sich Markus Wasmeier mit der Unterstützung seiner ganzen Familie einen Traum und baute in Schliersee ein Freilichtmuseum mit abgetragenen alten Bauernhäusern auf – von Anfang an war er offen für die Thematik Geothermie, auch im Einsatz für seine Museumsgebäude.

Mit BauGrund Süd realisierte Markus Wasmeier bereits 2006 für das Bauernhausmuseum eine Erdsondenanlage und 2008 für sein Privathaus einen Erdwärmebrunnen. Jetzt ging es darum, für zwei weitere Projekte Sonden zu bohren: Haus Winterstube und Haus Hirtahaisl. Heizungsbauer für das Projekt ist Thomas Gerold aus dem bayerischen Bad Wiessee, Fachbetrieb für Kälte-, Klima-, Lüftungs- und Wärmetechnik.

Geothermie im Freilichtmuseum: Herausforderung, Technik und Umsetzung

Die geologischen Voraussetzungen für Geothermiebohrungen sind in dieser Region grundsätzlich beherrschbar, erfordern aber aufgrund geologischer Besonderheiten eine sorgfältige Planung und Vorbereitung sowie qualifizierte Bohrtechnik und einen erfahrenen Bohrmeister. Die Auflagen sind streng. Davon ließ sich Wasmeier nicht aufhalten. Aufgrund seiner bisherigen positiven Erfahrungen mit Geothermie setzte er sich hartnäckig auch für sein neues Geothermieprojekt ein. Für das Haus Winterstube wurde eine Probebohrung in einem speziellen Seilkernverfahren ausgeführt. Diese und auch die folgenden vier Bohrungen bis in je 60 m Tiefe wurden vom Wasserwirtschaftsamt durch einen unabhängigen Geologen als Sachverständigen begleitet. Die professionelle Verfahrensweise inklusive modernster Technik von BauGrund Süd sorgte dafür, dass bei den Behörden Vertrauen zur Thematik Geothermie an diesem besonderen Standort aufgebaut werden konnte. Beim Haus Hirtahaisl wurden für einen Neubau direkt am Eingang des Freilichtmuseums drei Bohrungen in je 54 m abgeteuft und angeschlossen.

Eine kleine Herausforderung gab es für BauGrund Süd dann doch: Die Baustellenlogistik war sehr aufwendig. Nicht jeden Tag arbeitet das Team nur Millimeter entfernt von wertvollen Gebäudeschmuckstücken, wie sie das Schlierseer Bauernhofmuseum darstellen. Zudem musste das schwere Equipment über Wald- und Feldwege eingefädelt werden – und das, ohne die Natur zu schädigen.

Markus Wasmeier fühlt sich bestätigt: Seine Vehemenz hinsichtlich Geothermie hat sich ausgezahlt. Er freut sich, dass es ihm auch hier gelungen ist zu zeigen, dass es zwischen traditionellen Werten und innovativer Technik keinen Widerspruch geben muss. Und BauGrund Süd freut sich, dass die professionelle Expertise hierzu erheblich beigetragen hat.

Seilkernverfahren: Präzise Analyse des Baugrunds

Was ist das Seilkernverfahren?
Durch dieses Verfahren können die geologischen Schichten genauestens untersucht werden. Beim Antreffen von festen Gesteinsschichten dient das Seilkernverfahren dazu, Bodenproben zu entnehmen und die Eigenschaften des Bodens zu prüfen. Es spielt eine essenzielle Rolle bei der genauen Erkundung bestimmter Bereiche der Erdkruste, in denen sich natürliche Konzentrationen von festen, flüssigen oder gasförmigen Rohstoffen befinden.

Wie beim konventionellen Kernbohren kann ein kontinuierlicher Kern gewonnen werden. Der Kern wird mit einem Stahlseil geborgen, das mit einer Fangvorrichtung an das innere Kernrohr angekoppelt ist.

Luftaufnahme einer ländlichen Landschaft mit Wiesen, Bauernhöfen und einer Kirche, im Hintergrund ein See und bewaldete Hügel.
Ländliche Baustellenszene mit Bohrgerät und Firmenfahrzeugen vor einem Holzgebäude, umgeben von Wiesen; im Hintergrund eine Kirche und bewaldete Hügel.